Kompetenzzentrum für Plastizität im Alter/ INAPIC

Alternsprozesse stehen in immer mehr Disziplinen verstärkt im Fokus des Interesses. Die Erforschung der Entwicklungspotentiale und -grenzen psychologischer Funktionsfähigkeit im Sinne von Plastizität im Kontext normaler (d. h. nicht pathologischer) Alternsprozesse gewinnt auch vor dem Hintergrund einer immer stärker wachsenenden Anzahl älterer Menschen und älterer Arbeitnehmer eine grosse Bedeutung.

Das Ziel des Kompetenzzentrums für Plastizität im Alter/ INAPIC (englisch: International Normal Aging and Plasticity Imaging Center) der Universität Zürich ist die Erforschung der Entwicklungspotentiale (d. h. der Plastizität) und Kompensationsmechanismen auf Verhaltens- und neuronaler Ebene im normalen Alternsverlauf, vor allem im hohen Erwachsenenalter. Ein zentraler Fokus am INAPIC liegt hierbei auf Möglichkeiten und Mechanismen der Stabilisierung von Lebensqualität und Gesundheit im Erwachsenenalter im Sinne einer Gesundheitsforschung, die rein auf Krankheit fokussierende Forschungsansätze um einen wichtigen Aspekt ergänzt (mehr Informationen hier). Neuronale Plastizität wird am INAPIC mit Hilfe funktionaler und struktureller Magnetresonanztomographie sowie anderer neurowissenschaftlicher Untersuchungsmethoden untersucht (z. B. Diffusion Tensor Imaging, Elektroenzephalographie). Das INAPIC hat zudem einen MRT-Simulator, mit dem (potentielle) Studienteilnehmende an die Scannerumgebung gewöhnt werden und die Effekte des Scannerkontextes auf die Leistung bei verschiedenen Aufgaben untersucht werden können. Die INAPIC Infrastruktur wird durch mehrere Trainingslabore mit Computern, Laufbändern und einem Fahrsimulator ergänzt.

Seit 2013 ist das INAPIC Teil des Universitären Forschungsschwerpunkts "Dynamik Gesunden Alterns" der Universität Zürich UFSP DynAge.

Das INAPIC wird vor allem durch die Velux Stiftung gefördert.